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Qigong als Bestandteil der TCM
Traditionelle Chinesische Medizin und ihre Tradition
Ein Großteil des Qigong hat seine Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin, in der das Konzept von Energie im Mittelpunkt steht. Für die Chinesen ist der Fluss von Qi, von Energie im Körper so selbstverständlich wie für uns der Fluss von Blut, Schweiß, Lymph- und anderen Körperflüssigkeiten. Das Qi, die Lebensenergie, zirkuliert entlang der Leitbahnen, auch Meridiane genannt, durch unseren Körper. Staut sich die Energie irgendwo im Körper, fließt sie in die falsche Richtung, gibt es zu viel oder zu wenig, entsteht ein energetisches Ungleichgewicht. Manifestiert sich dieses Ungleichgewicht, kann daraus Krankheit entstehen. Qigong - als eine der 5 Säulen der TCM - hat gemeinsam mit Tuina (Akupressur), Akupunktur, Moxibustion und Kräutertherapien das Ziel, das energetische Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen und uns dadurch gesunden zu lassen - oder gar nicht erst krank werden zu lassen.
Diese Theorie basiert auf den Erkenntnissen der Fünf-Elemente-Lehre und geht zurück auf die Zeit des Gelben Kaisers (2696 – 2598 v. Chr.). Erstmals schriftlich niedergelegt wurde die TCM-Lehre im klassischen chinesischen Medizinbuch Suwen (2. Jahrhundert v. Chr.). Aus dieser Periode sind auch die ersten Qigongübungen schriftlich überliefert (Mawangdui Grab, 168 v.Chr.).
Im modernen China werden die Bewegungen der dort offiziell anerkannten Qigongstile (GuoLin, ShiBaShi, Fliegender Kranich...) an Krankenhäusern und Sanatorien erforscht und als Therapie eingesetzt und gefördert. Neueste Erkenntnisse bestätigen das alte, überlieferte Wissen: Qigong kann bei regelmäßigem Training die Muskeln und die Wirbelsäule kräftigen, Sehnen und Bänder flexibler machen, den Kreislauf und Blutdruck regulieren, die inneren Organe und das Immunsystem stärken und die Selbstheilungskräfte anregen, dass der Körper selbst ernsten Krankheiten wie Hepatitis oder Diabetes selbst heilen kann. Auf der psychischen Ebene wird Qigong vor allem Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Nervosität eingesetzt.
In einigen Stilen werden während der Übungen spezielle Akupunkturpunkte gedrückt oder in anderer Form stimuliert (z.B. im Herz-Qigong). In anderen Stilen wird der Energiefluss so verstärkt, dass sich Blockaden spielerisch öffnen. Mithilfe bestimmter Atemübungen kann kranke Energie ausgeleitet und frische aufgenommen werden... – Einen Großteil der in China offiziell anerkannten Qigongstile habe ich bei QingBo Sui und Lena Du Hong erlernt.
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